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Kulturspaziergang: Tuttlingen mit anderen Augen sehen

Einen Kulturspaziergang der besonderen Art hatte das FWF am 8. Juli. Unter der kundigen Führung der Kunsthistorikerin Dr. Anne Schaich erkundeten 12 Frauen bekanntere und weniger bekannte Ecken in der Großen Kreisstadt.

 

„Tuttlingen ist eine klassizistische Stadt“, erklärte die Expertin. „Nach einem Brand im Jahr 1803 wurden die einstigen Fachwerkgebäude fast völlig zerstört.“ Doch sei der Wiederaufbau dank der Tatsache, dass die fleißigen Tuttlinger alle feuerversichert waren, binnen weniger Jahre vonstatten gegangen. Gebaut wurden dann allerdings Steinhäuser, die in rechtwinkligen Straßenzügen aneinandergefügt wurden.

Viel gab es zu bestaunen: Die „Tuttlinger Hüte“, Walmdächer, wie sie für die Kreisstadt typisch sind. Den neuen Brunnen in der Stadtmitte, dessen Wasser von allein fließt und dessen Pyramidenform auf diese Walmdächer Bezug nimmt. Die teilweise vernachlässigten, aber eigentlich sehr hübschen Innenhöfe, die in jedem Quadrat zwischen zwei Längs- und zwei Querstraßen zu sehen sind. Und natürlich die überraschend üppig ausgestattete, evangelische Stadtkirche, bei der mehrere Baustile „wie einzelne historische Lagen“ übereinandergeschichtet sind und zu einem sehr ästhetischen Ganzen zusammenfinden.

Selbst für die Tatsache, dass Tuttlingen eine Stadt der Medizintechnik und Feinmechanik ist, hatte Dr. Anne Schaich eine Erklärung: Als die ursprünglich angesiedelte Lederindustrie im Rückgang begriffen war, machten Bohnerz-Funde in der Umgebung einen neuen Wirtschaftszweig möglich. Geschmiedet wurden aus dem daraus gewonnenen Eisen scharfe Messer und Werkzeuge für den Lederzuschnitt. Die Tuttlinger waren damit so erfolgreich, dass dieser neue Erwerbszweig (Messer, Scheren, Metallgeräte) den alten (Lederwaren) ablöste.

Ein informativer und fröhlicher Erfahrungsaustausch im Restaurant "Kummerländers Mundart" in der Tuttlinger Stadthalle bildete den Abschluss eines gelungenen Abendprogramms.

 

Wer an diesem Tag verhindert war, aber Interesse daran hat an einem solchen Kulturspaziergang teilzunehmen findet hier weitere Informationen: www.kulturspaziergang.de

Auch eine tolle Geschenkidee oder ein Veranstaltungstipp für Ihr Unternehmen!

Schuler Rohstoffe begeistert Frauenwirtschaftsforum

Eine Powerfrau empfing die rund 25 Mitglieder des Frauenwirtschaftsforums und ihre Gäste: Bettina Schuler-Kargoll, Geschäftsführerin von Schuler Rohstoffe in Deißlingen, freute sich über den überwiegend weiblichen Besuch. Sie selbst leitet ein sehr männlich geprägtes Unternehmen, das 1919 als einfacher Schrotthandel begann und von ihrem Großvater gegründet worden war.

 

1.820 kg zeigte die LKW-Waage an der Einfahrt des Unternehmens, als sich die gesamte Besucher(innen)gruppe darauf stellte. Schon bei der Begrüßung wurde klar, wie wertvoll der vermeintliche Schrott ist, den das Unternehmen weiterverkauft. Mehrere Bleche wurden herumgereicht, für Laien sahen alle gleich aus. Aber nein: Die einen waren magnetisch, die anderen nicht, die einen enthielten Titan, die anderen Nickel, Chrom und andere Metalle - Legierungen, für die am Markt sehr unterschiedliche Preise gezahlt werden. Alles, was die metallverarbeitenden Unternehmen der Region in großen Containern anliefern, wird bei Schuler Rohstoffe sorgfältig getrennt. Ein rund 30.000 Euro teures Röntgengerät, das wie eine Handtasche vom Arm der Geschäftsführerin baumelte, misst die genaue Zusammensetzung. „Heute ist die Sortierung entschieden einfacher geworden als früher“, erläuterte die Firmenchefin.

Vorbei an riesigen Haufen mit Metallspänen und -blechen ging es zur Halle mit Buntmetallen. „Messingvasen sind definitiv aus der Mode“, stellte denn auch eine Teilnehmerin beim Passieren eines großen Messinghaufens fest. Hier hatten auch Vereine ihren Schrott angeliefert. Nach klassischem „Schrottplatz“ sah es aber auf der ganzen Fläche nicht aus. Zu sauber waren Lagerhallen und Außengelände. Lediglich im hinteren Bereich gab es eine Fläche, die weniger wohlgeordnet wirkte. „Es ist ganz einfach“, erklärte Bettina Schuler-Kargoll: „Mit dem Material hier“ - sie zeigte auf sauber geordnete Blech- und Spanhaufen - „verdienen die Unternehmen Geld. Dagegen müssen sie für das Material hier“ - sie zeigte auf ein wildes Gemisch von Elektronikschrott, Kunststoffabfällen, Kabeln und alten Fahrrädern - „Geld bezahlen für Abholung und Entsorgung“.

Für die Bettina Schuler-Kargoll ist es ganz normal, sich mehrmals täglich über die Börsenpreise der wichtigsten Rohstoffe zu informieren. Sie jongliert durch den Handel mit hohen Millionenbeträgen. „Da wächst man rein“, meinte sie gutgelaunt. „Bei uns gab es früher kein Taschengeld, sondern nur die Möglichkeit, in den Schulferien durch Mithilfe im Unternehmen der Eltern Geld zu verdienen.“ Dass sie ihren Job aus dem Effeff beherrscht, daran besteht kein Zweifel. Zum Abschluss lud sie die Teilnehmer(innen) zu einem Abendessen im Firmengebäude ein. „Jetzt sehe ich die blauen Schuler-Container, die bei uns praktisch vor jeder Fabrik stehen, mit ganz anderen Augen“, resümierte eine Besucherin vom Heuberg. „Unglaublich, was es hier so alles zu entdecken gibt.“

Vortrag und Führung in die genossenschaftlich geführte Biogasanlage

Am 01. Juni waren wir von unserem Member Dagmar Eisenbach in die Genossenschaft BioEnergie nach Bittelbronn eingeladen.

Der Vorstandsvorsitzende der BioEnergie Erich Volm führte uns mit mitreißender Begeisterung über die beeindruckende Anlage, die neben Nahwärme für den Ort Bittelbronn auch Strom für mehrere tausend Häuser produziert. "Eine Genossenschaft ist für alle da", betonte Erich Volm, und die Besucher waren begeistert davon, wie sich erneuerbare Energien in einem wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Projekt zusammen verwirklichen lassen.

Beim anschließenden Bittelbronner Dorffest wurde dann bei Schnitzel, Bier und Sonne wieder kräftig genetzwerkt und über das Gesehene ausgetauscht.
Wer nicht dabei sein konnte, sich aber für das Projekt interessiert kann sich gerne an dagmar.eisenbach@ideawerk.de wenden.

Drehen, Bohren, Fräsen und Co.

"Bei meiner täglichen Agenturarbeit in der Werbebranche hatte ich schon immer viel mit der metallverarbeitenden Industrie zu tun. Da ich neugierig bin und meine Kenntnisse in diesem Bereich ständig vertiefen und erweitern möchte, war das Angebot des FrauenWirtschaftsForums mit dem Titel “Drehen, Fräsen, Bohren und Co.” genau das Richtige. 

 

Versprochen wurde uns eine amüsante Einführung in das Thema – und so kam es auch. Berthold Villing überzeugte uns mit sehr anschaulichen Erläuterungen der verschiedenen Metalle und Weiterverarbeitungstechniken. Dank guter Arbeitsmaterialien und vieler Metallteile zum Anfassen und Bestaunen konnten wir die zahlreichen Informationen besser aufnehmen – und das in einer sehr netten Frauenrunde. Eine Besichtigung der Firma Aicher in Königsheim bildete den zweiten Teil des Kurses. Frau Aicher berichtete uns in einer Präsentation von der Entwicklung der Firma und der Spezialisierung der technischen Fähigkeiten. Bei einem Firmenrundgang konnten wir uns die einzelnen Prozessschritte genau ansehen.

 

Es steckt sehr viel Arbeit in den Drehteilen, die uns jeden Tag im Auto oder in Küchenmaschinen begegnen. Man lernt eben nie aus und ich freue mich, jetzt noch besser auf meine Kunden eingehen und noch tiefer in die Thematik einzutauchen zu können. Bei netten Gesprächen und einem Buffet der Firma Aicher konnten wir den informativen und sehr interessanten Kurs ausklingen lassen."

 

Christine Drechsler 

KONZEPT33 GmbH

 

Tag der offenen Tür bei der Business School Alb-Schwarzwald und Vorstellung des FWF

Knapp 200 Gäste waren gekommen: das FWF präsentierte sich mit einem kleinen Stand beim 10-jährigen Jubiläum der Business School Alb-Schwarzwald. Neben dem Stand des FWF gab es noch mehr zu sehen und zu erleben...Hier geht´s zur Fotoreportage

Vorstellung FWF beim Wirtschaftsförderer der Gewinnerregion

Auf Einladung von Herrn Link, Wirtschaftsförderer der Gewinnerregion durfte Frau Villing am 12.3.2014 das FWF vor dem Competence Board, dem Treffen alles Wirtschaftsförderer der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, präsentieren. Die Präsentation, ähnlich der im Aesculapium, wurde den Teilnehmern ebenso wir die Flyer des FWF zu Verfügung gestellt.

Auftaktveranstaltung des FrauenWirtschaftsForums in Tuttlingen

Gerda Schneider und Ute Villing

Mit so viel Ansturm hatten wir nicht gerechnet. Über rund 70 Frauen und ein Mann waren bei der Auftaktveranstaltung des FrauenWirtschaftsForums im Aesculapium in Tuttlingen. Es war ein sehr spannender Abend mit interessanten Vorträgen von Gerda Schneider, Felicitas Janßen/Geschäftsführerin Aesculap Akademie und Ute Villing. Nach den Vorträgen konnten sich die Frauen bei einem reichhaltigen Büffet, welches von Aesculap-Vorstand Hanns-Peter Knaebel gesponsert wurde stärken, sich austauschen und netzwerken. Es war ein rundum gelungener Abend und wir freuen uns gemeinsam mit Ihnen weitere Veranstaltungen durchführen zu dürfen.

http://www.schwaebische.de/region/sigmaringen-tuttlingen/tuttlingen/rund-um-tuttlingen_artikel,-Frauenwirtschaftsforum-stellt-sich-neu-auf-_arid,5595346.html

 

2013: Stabsübergabe und Kick-off Meeting

ePaper
Hier finden Sie die Ergebnisse des Kick-Off Meetings.

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nächste Veranstaltungen des FWF

Donnerstag, 26. April, 13:30 Uhr:

Betriebsbesichtigung Firma Mey

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Samstag, 28. April, 14 Uhr

Fotoausstellung in Freudenstadt mit Option auf Stadtführung

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Termine FWF Stammtisch

1. Halbjahr 2018

Donnerstag, 22. März 18:30 Uhr
Donnerstag, 17. Mai  18:30 Uhr

Donnerstag, 19. Juli 18:30 Uhr

in der Galerie im Altbau, Uhlandstraße 22 in 78554 Aldingen statt. 

Anmeldung unter: kontakt@annettereif.de 

 

 

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Aktuelles

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Kontakt

FrauenWirtschaftsForum

(Business School Alb-Schwarzwald)

 

Tel.:+49 7426 93 19 87 5

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